Reality von XS

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Vorwort

Inspiriert wurde diese Geschichte von "The Matrix".
Teil 1

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Beeep.



Beeep.



Beeep.



Beeep.



Beeep.



*Was war das?*



Beeep.



Beeep.



*So monoton. Wiederkehrend.*



Beeep. Beeep. Beeep. Beeep.



*Nervtötend.*



Beeep. Beeep. Beeep. Beeep. Beeep. Beeep. Beeep. Beeep.



*Hörte das denn gar nicht mehr auf?*



Alles war schwarz. Nichts war zu sehen. Sie öffnete ihre Augen. Alles war weiß. So weiß und grell. Sie blinzelte. Die Decke, an die sie starrte sowie die Bettwäsche, die sie bedeckte. Alles so stechend. Sie wandte den Kopf und bemerkte, dass auch der Rest des Raumes völlig weiß war. Bis auf einige Geräte, die sich in ihm befanden. Sie wusste sofort, wo sie sich befinden musste.

Ein Krankenhaus. Irgend etwas war passiert. Nur was? Wieso konnte sie sich nicht erinnern?

Plötzlich öffnete sich die ebenfalls weiße Tür und ein Mann betrat das Zimmer. Auch er war in weiß gekleidet. Ein Arzt. Er musste ihr sagen können, was passiert war.



„Agent Scully. Wie schön, dass Sie wach sind. Wie geht es Ihnen?“

Mit federnden Schritten kam der Arzt auf sie zu.



Er sah nett aus, fand sie. Er hatte blonde Haare, ein offenes Gesicht und ein herzliches Lächeln. Er schien noch jung zu sein. Vielleicht war er sogar noch Assistenzarzt.



„Ich bin Dr. Lang“, stellte er sich vor und streckte ihr seine Hand hin.



„Hallo“, erwiderte sie und ergriff seine Hand. „Wissen Sie...“



„Ja?“ Hilfsbereit lächelte er sie an.



Von seiner Herzlichkeit angetan, erwiderte Scully sein Lächeln leicht.



„Nun ja, ich weiß nicht mehr, was genau passiert ist.“



„Ach, das ist völlig normal“, beruhigte Lang sie, „Sie hatten einen Unfall und haben eine Gehirnerschütterung. Das wird schon wieder.“



Immer noch lächelte Lang ununterbrochen.



„Was ist mit Agent Mulder?“, fragte Scully.

Wenn er nicht hier bei ihr war, dann musste ihm doch sicher auch etwas passiert sein.



„Sie waren beide in einen Unfall verwickelt. Ihm geht es ebenfalls gut.“

Lang verzog keine Miene. Immer noch dieses herzliche Lächeln. Scully richtete sich vorsichtig auf.



„Aber nein“, beschwichtigte Lang sie und drückte sie zurück ins Kissen. Noch immer lächelte er. „Sie sollten sich nicht bewegen.“



„Was genau ist geschehen? Und wie schwer ist Mulder verletzt?“



„Wie gesagt, es geht ihm gut. Aber Sie sollten jetzt schlafen.“



„Ich möchte aber wissen, wie es Mulder geht und was genau passiert ist“, erwiderte Scully bestimmt, „Ich bin selber Ärztin. Also?“

Herausfordernd sah sie Lang an. Dieser hatte während des Dialogs noch immer keine Miene verzogen und Scully wünschte sich, er würde endlich zu lächeln aufhören, denn es nervte sie mittlerweile nur noch.



„Tut mir leid“, beschwichtigte Lang sie, „Ich kann Ihnen nur sagen, dass es Agent Mulder gut geht. Und damit es Ihnen bald auch wieder gut geht, sollten Sie sich hinlegen.“

Lang drückte sie abermals in die Kissen. Doch Scully begann auf Grund seiner Ignoranz in ihrem Inneren zu kochen und fegte unwirsch seine Hand von ihrer Schulter.



„Ich kann sehr gut einschätzen, wie gut es mir geht. Und jetzt möchte ich endlich erfahren, was passiert ist oder sie bringen mich sofort zu Agent Mulder.“

Scully hatte ihre Stimme erhoben, so dass es bis auf den Flur zu hören gewesen sein musste. Aber das wäre ihr nur Recht. Sie hatte keine Lust sich noch länger mit diesem ignoranten und scheinbar begriffsstutzigen Arzt herumzuärgern.

Doch scheinbar ließ sich Lang nicht eine Sekunde aus der Ruhe bringen. Noch immer lächelte er, was Scully jetzt beinahe zur Weißglut trieb.

„Also gut“, gab Lang schließlich nach und Scully atmete erleichtert auf, „Ich werde dafür Sorgen, dass Agent Mulder in ihr Zimmer gebracht wird.“

Mit diesen Worten, merklich kühler, aber noch immer herzlich lächelnd, drehte Lang sich um und verließ das Zimmer.



Erleichtert lehnte Scully sich zurück und atmete auf. Wo war sie hier nur gelandet? Irgend etwas konnte doch nicht stimmen. Der Arzt, der ihr keine Auskunft geben wollte. Der sich geweigert hatte, sie mit Mulder sprechen zu lassen. Das war einfach alles zu merkwürdig.

Woran hatten sie denn zuletzt gearbeitet? Es hatte sich um nichts Außergewöhnliches gehandelt. Ein Mordfall unter mysteriösen Umständen und ein Zeuge, der behauptete den Geist des Ermordeten gesehen zu haben. Dabei hatte sich ziemlich schnell herausgestellt, dass der Mord nicht so mysteriös war, wie Mulder angenommen hatte. Ein geschickt eingefädelter Mord von einer krankhaft eifersüchtigen Ehefrau. Und die Geistererscheinung hatte vermutlich nur im Alkoholdelirium des Nachbarn stattgefunden. Damit war der Fall abgeschlossen gewesen. Mulder und sie hatten sich von Pennsylvania aus, auf die Heimreise gemacht. Und dann setzte ihre Erinnerung aus.
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