Spiel des Lebens von Stefan Rackow

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-Epilog-





Doggett fühlte sich aus unerklärlichen Gründen gut, trotz der Erlebnisse der letzten Stunden. Er hatte nämlich erkannt, dass eine Lage noch so ausweglos erscheinen mag – wenn einem jemand zur Seite stand, der einen unterstützte – sei es durch Worte oder durch Taten - , dann blühte sie auf, die Hoffnung. Sie konnte das Fundament bilden für Träume, das wusste Doggett nun. Und er erinnerte sich an den Anfang des Abenteuers, als er Reyes draußen vor dem J. Edgar Hoover Building etwas sagen wollte. Damals hatte er nicht den Mut aufgebracht, es ihr ins Gesicht zu sagen; stattdessen wollte er einen günstigeren Moment abwarten.

Diesen sah er nun bald nahen. Er würde ihr, wenn sie aufwachte, sagen, wie er empfand, und er wusste, dass sie diese Beichte nicht überraschen würde. Zwischen ihnen bestand ein Band, seit eh und je. Und nichts und niemand in der Welt konnte dieses entzwei schneiden. Ein Band der Verbundenheit. Ein unzerstörbares Band.

Er konnte fast spüren, wie Reyes im Schlaf lächelte, und es ging ihm noch ein Stückchen besser.



*



Rob Hermes und Alvin Packer sollten aus dem ewigen Schlaf nicht mehr aufwachen.



*



Steve Mac Finn überlebte den Selbstmordversuch und erholte sich langsam, aber stetig. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus kündigte er seinen Beruf und begann fortan, das Leben zu leben, ohne es zu hinterfragen. Vergessen war die Enttäuschung, die ihn hatte verzweifeln lassen und zu dieser Tat getrieben hatte. Von nun an blickte Mac Finn stetig nach vorne und erfreute sich an jedem neuen Tag, an dem er teilhaben konnte.



Im folgenden Jahr unternahm er mehrere Reisen in den Süden; auf einer von ihnen lernte er Agnes kennen und lieben, eine gescheiterte Börsenmaklerin.



Ein Jahr darauf heirateten sie.



*



Die beiden Agenten kamen wieder schnell auf die Beine und konnten nach einer knappen Woche schon ihren Dienst fortsetzen. Die Ereignisse kamen nicht mehr zur Sprache, wenngleich sie jedem der beiden tief ins Gedächtnis eingebrannt waren. Stattdessen sagte Doggett seiner Partnerin ganz offen, was er ihr gegenüber empfand, und sie erwiderte lächelnd, dass sie schon lange darauf gewartet hatte und dass er ihr mehr bedeute als alles andere auf der Welt.



Sie war nicht überrascht, und er – Doggett - hatte es ausnahmsweise gewusst...





E N D E





~ Spiel des Lebens - beendet am 19. Juni 2004 ~

Schlusswort

Jeder Mensch hat einen Traum, den er anstrebt zu verwirklichen. Manche Träume bleiben Träume, andere werden Wirklichkeit.

Einer meiner Träume war es, einmal einen richtig langen Roman zu schreiben – fern ab von meinen „normalen“ – eher kurzen – Geschichten zu Akte X. So entstand vor über 2 Jahren die Idee zu der Geschichte, die ihr nun gerade zu Ende gelesen habt. Wenn ich ehrlich sein soll, hab ich mir damals nie zugetraut, dass ich diese Geschichte in absehbarer Zeit zu einem Ende führen könnte. Ich habe mich in dieser Hinsicht getäuscht...

Ich hoffe zum einen, ihr habt beim Lesen gemerkt, wie viel Spaß ich dabei hatte, die Geschichte zu entwickeln; zum anderen würde ich mich natürlich freuen, wenn auch ihr Spaß hattet. Das ist für einen Autor, der nicht des Geldes, sondern nur des Spaßes wegen schreibt, viel mehr wert als alles andere Materielle. Ein großes Dankeschön an alle Leser, die Spiel des Lebens erst zu dem gemacht haben, was es heute ist.



Oldenburg, im September 2004
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